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1. Fachforum Hydraulik an der Hochschule Ulm bietet Austausch in entspannter Atmosphäre
Hydraulik darf auch Spaß machen
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1. Fachforum Hydraulik an der Hochschule Ulm bietet Austausch in entspannter Atmosphäre

​Hydraulik gilt gemeinhin als trockenes Spezialisten-Thema. Dass es auch anders geht, bewies am Donnerstag das erste Fachforum Hydraulik. Organisiert von Professor Mathias Niebergall trafen sich rund 100 Teilnehmer am Campus Prittwitzstraße der Hochschule Ulm.

​Rektor Volker Reuter ging in seiner Begrüßung darauf ein, was „für eine wunderbare Einrichtung das Kompetenzzentrum Hydraulik“ an der Hochschule sei und dass es „durch die enge Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft als Vorbild-Projekt für künftige Kooperationen dienen kann“.

Im Anschluss sprach Volker Kloos von der Industrie- und Handelskammer über das Technologietransferangebot der IHK Ulm. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht selbst Entwicklungen vorantreiben können, sind auf die Zusammenarbeit mit Wissenschaftseinrichtungen angewiesen. Um den Transfer zwischen Unternehmen und Hochschulen in der Region zu erleichtern, unterstützt die IHK die Betriebe bei der Suche nach einem geeigneten Kooperationspartner in der wissenschaftlichen Forschung. Die Veranstaltungsreihe „Forschung hautnah“, in deren Rahmen das Fachforum Hydraulik stattfand, bietet die Chance, Forschungseinrichtungen und Labore besser kennenzulernen und im ungezwungenen Rahmen erste Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

Hydraulik als Kerntechnologie des Maschinenbaus wird überall dort eingesetzt, wo extreme Leistungsanforderungen an Maschinen kompakt und kostengünstig umgesetzt werden sollen, beispielsweise bei Tunnelvortriebsmaschinen oder Baggern. Um der Wirtschaft die dringend benötigten Fachkräfte zur Verfügung stellen zu können und die Innovationskraft der Region zu stärken, wurden 2012 an der Hochschule Ulm gemeinsam mit der IHK und namenhaften Unternehmen das Kompetenzzentrum Hydraulik gegründet. „Unsere Stiftungsunternehmen decken den gesamten Wertschöpfungsprozess hydraulischer Systeme ab“, betonte Professor Niebergall in seinem Grußwort. Im aktuellen Semester wird die 1000. Teilnahme an einem der fünf Hydraulik-Lehrmodule gefeiert. Die Erfolgsgeschichte des Kompetenzzentrums sei in der engen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft begründet, so Niebergall weiter.

„Wir bilden passgenau für den Bedarf der Industrie aus. Durch die enge Kooperation mit den Stiftungsfirmen können wir eine Ausbildung gemäß der industriellen Realität gewährleisten.“

Wie eng die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft an der Hochschule ist, macht auch die Vita des Referenten Christoph Hinz deutlich. In seiner Masterarbeit an der Hochschule Ulm im Studiengang „Systems Engineering und Management“ entwarf er einen Hydraulik-Prüfstand, den die Firma Tries anschließend konstruierte und der Hochschule stiftete. Nach dem Erreichen seines akademischen Abschlusses wechselte Hinz direkt zur Tries GmbH nach Ehingen, wo er seit dem in der Entwicklung arbeitet. In seinem Vortrag stellte er die Einsatzmöglichkeiten von 3-D-Druck-Verfahren bei der Herstellung von Steuerblöcken für Hydrauliksysteme vor. Noch sei der Einsatz hier experimentell, aber künftig könnten durch solche Fertigungsverfahren die Strömungsverluste hydraulischer Flüssigkeiten minimiert und dadurch der Energieverbrauch verringert werden.

Zwischen den Vorträgen konnten sich die Teilnehmer bei Getränken und Livemusik im Foyer austauschen und Kontakte knüpfen. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Tour durch das Hydrauliklabor, wo neben dem großen Hydraulik-Prüfstand, den die Hochschule Ulm gemeinsam mit der Bosch Rexroth AG betreibt, auch der kleinere Ventil-Prüfstand besichtigt wurde. Jener Prüfstand, den Christoph Hinz 2011 entworfen hat, und der seit dem intensiv genutzt wird.


Kompetenzzentrum Hydraulik an der Hochschule Ulm

Mit Unterstützung der Industrie wurde in den letzten Jahren das Kompetenzzentrum Hydraulik an der Hochschule Ulm (KHU) aufgebaut, um den regionalen Industriebedarf an ausgebildetem Hydraulikfachpersonal zu decken. Die Förderer des KHU repräsentieren die gesamte Wertschöpfungskette hydraulisch angetriebener Maschinen.


Das Hydrauliklehrangebot der Hochschule Ulm

Die Hydraulikausbildung an der Hochschule Ulm gliedert sich in folgende fünf Module mit einem Umfang von jeweils 4 Semesterwochenstunden:
•    Ölhydraulik
•    Mobilhydraulik
•    Druckflüssigkeiten und Dichtungen
•    Simulation hydraulischer Systeme
•    Elektronik und spezielle Hydrauliksysteme
Die Vorlesungen werden abends ab 17:30 Uhr angeboten, so dass neben den Studierenden auch externe Hydraulik-Interessierte teilnehmen können.

24.05.2017 17:00

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