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Buffet mit einer Vielzahl an Schokoladensorten aus fairem Handel bei der Auftaktveranstaltung "Fair Trade University".

Die Hochschule auf dem Weg zur Fairtrade-University

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Auftaktveranstaltung in der Aula

In seiner Begrüßung bei der Auftaktveranstaltung erklärte Rektor Volker Reuter, dass der Hochschulbeitrag zum fairen Handel eine der Umsetzungen des Prinzips der Nachhaltigkeit im eigenen Leitbild darstellt.

​Fünf Kriterien muss die Hochschule erfüllen, um im nächsten Jahr den Antrag auf das Zertifikat „Fairtrade-University“ stellen zu können: Es muss einen Beschluss der zentralen Organe der Hochschulverwaltung und der Studierendenschaft geben, sich für das Zertifikat zu bewerben. Eine Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten rund um den fairen Handel. Bei offiziellen Veranstaltungen der Hochschule sowie bei Sitzungen der zentralen Organe der Studierendenschaft und der Verwaltung werden mindestens zwei Fairtrade-Produkte angeboten. Produkte aus fairem Handel sind auf dem Campus in Automaten, Cafeterien und Mensen verfügbar.Im Anschluss referierte Professorin Ursula Klaschka über das Thema „Kakao“. Dargestellt wurde die aktuelle Situation und Armut der Kakaoerzeuger, die den Kakao für über 99 % der Schokolade, die in Deutschland konsumiert wird, anbauen und dafür im Durschnitt weniger als einen Dollar pro Tag verdienen. Frau Klaschka erörterte auch den folgenschweren Eingriff in die Natur im Haupterzeugerland für Kakao, der Elfenbeinküste, wo Bauern großflächig geschützten Regenwald roden, um dort neue Kakaoplantagen illegal anpflanzen zu können. 30-40% des Kakaos kommen schätzungsweise aus solchen Plantagen.

Ein kleiner Film über die Kakaokooperative der non-profit Company GEPA auf Sao Tomé zeigte, dass es Bauernfamilien der Kakaokooperative verglichen mit den dortigen konventionellen Bauern besser geht, wenn gleich sie nach hiesigen Maßstäben immer noch sehr arm sind. Dennoch haben sie langfristige Lieferbeziehungen, erhalten einen Lohn, von dem sie leben können, und ihre Kinder müssen nicht auf den Feldern arbeiten, sondern können in die Schule gehen.

Nach dem Vortrag waren die anwesenden Hochschulmitglieder eingeladen, am siebenmeterlangen Buffet eine Vielzahl an Schokoladensorten aus fairem Handel zu probieren. Es ist für Konsumenten erstaunlich leicht, etwas aktiv gegen die Ausbeutung von Menschen und Natur zu tun und damit Migrationsursachen zu bekämpfen: Produkte aus fairem Handel kaufen hilft. Einige Schokoladensorten der GEPA erhalten Sie in der Hochschule über den USTA in der Bibliothek am Standort Prittwitzstraße. Ansonsten können Sie diese auch im Weltladen (Pfauengasse 28), in vielen Biomärkten und Lebensmittelgeschäften einkaufen.

27.11.2018 15:00

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