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​Verleihung des Hochschullehrpreises an Professor Wettengl

BWL tut gar nicht weh

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​Verleihung des Hochschullehrpreises an Professor Wettengl

„Was haben Taxifahrer und Professoren gemeinsam? Sie müssen ihre Kunden da abholen, wo sie stehen.“ Gut gelaunt und unterhaltsam führte Professor Steffen Wettengl, Institutsleiter des Institut für Fremdsprachen und Management und einer der BWL-Experten der Hochschule, beim Hochschuldidaktischen Kolloqium am Campus Albert-Einstein-Allee durch seine Festvorlesung „Ingenieurinnen und Ingenieure für BWL begeistern - (Wie) Geht das?“. Anlass war die Verleihung des Hochschullehrpreises an Herrn Wettengl durch den Senat der THU.

Der Lehrpreis würdigt herausragende, innovative Leistungen und überdurchschnittliches Engagement in der Lehre und ist mit 1500 Euro für Sachinvestitionen dotiert. Sven Völker, Prorektor für Studium und Lehre stellte in seiner Laudatio die pädagogische Leistung des Preisträgers heraus: „Kollege Wettengl steht vor der schwierigen Aufgabe, Ingenieurinnen und Ingenieuren die Betriebswirtschaftslehre nahe zu bringen. Mit modernen digitalen Methoden, insbesondere der Einbindung seines Blogs in die Lehre schafft er es aber, seine Studierenden für das Thema zu begeistern.“

Die Betriebswirtschaftslehre gilt bei vielen Studierenden auch heute noch als Störfaktor des Ingenieurstudiums. Dabei seien Ingenieursberufe ohne BWL heutzutage gar nicht mehr vorstellbar. „Ingenieuren das kaufmännische Handwerk nahe bringen, so dass unsere zukünftigen Ingenieure nicht komplett ahnungslos in das Berufsleben starten, das ist mein Ziel“, so Professor Wettengl.

Um dieses Ziel zu erreichen, bedient sich Wettengl verschiedener Methoden. Zum einen versucht er praxisbezogene Inhalte mit zeitgenäßen Beispielen auf den Punkt zu bringen. So dient die Ulmer Straßenbahn in seinen Vorlesungen als Beispiel für die Bewertung von Sachanlagen. Jede Woche repetieren die Studierenden in praktischen Übungen den Stoff der vergangenen Vorlesung.

Zum anderen nutzt Professor Wettengl digitale Formen der Wissensvermittlung. Seit  5. März 2010 betreibt er seinen eigenen Wordpress Blog. Zunächst unter dem Namen „Wettengls Notizen“, heutzutage kurz „Updates“ genannt. In 203 Posts, eingeteilt in 9 Kategorien, vertieft Herr Wettengl die Inhalte seiner BWL-Vorlesung und verbindet diese immer wieder mit aktuellen Fallbeispielen. „Es gibt da diese „Party-Geschichte der Maus“ – das ist ein Negativbeispiel von Studierenden, die sich durch eine Feier total verschuldet haben. Das ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Bedeutung des Break Even Points in allen unternehmerischen Überlegungen, das auch bei den Studierenden ankommt“, so Wettengl.

Wieviel Arbeit Professor Wettengl noch vor sich hat, bis die BWL von den angehenden Ingenieuren als elementarer Teil ihrer Ausbildung anerkannt wird, verdeutlicht folgender Evaluationskommentar zur Vorlesung „Einführung in die BWL“ aus dem WS 2017/18:  „BWL ist die Essiggurke auf dem Cheeseburger im Maschinenbaustudium. Keiner will sie, doch sie ist immer dabei!“


Die Präsentationsfolien und der Redetext des Vortrags „Ingenieurinnen und Ingenieure für BWL begeistern“ stehen hier zum Download zur Verfügung: https://wettengl.info/Lehrpreis

01.07.2019 11:30

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